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Jomolungma Blog

Themen aus Natursport, Technik und der Welt

Deutschland ein Frühlingsmärchen Tag 3

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Die Idee heute erhöht zu schlafen hat sich gelohnt. Mein Schlafsack ist kaum nass und es ist kein Nebel hier oben. Ein warmer Tee hilft mir beim Aufstehen. So eine Küche aus dem Bett zu bedienen ist schon was feines! Nach dem Packen geht es mit den Sonnenstrahlen im Rücken den Berg hinab. Unten angekommen fahre ich mit einer kleinen Fähre über den Main. Im gegenüberliegenden Örtchen gibt es beim Bäcker wieder mein lang ersehntes, kalorienreiches Frühstück.
Danach wieder das übliche. Fahren bis es warm wird, Umziehen und weiterfahren. Die Landschaft ist wieder langweilig. Felder links und rechts. Hinter Haßfurt ist es dann mal wieder ein bisschen schöner. Meinen Mittag verbringe ich in Bamberg. Das ist auch eine wunderschöne Stadt.
Der Mainradweg geht nun dem Main folgend (wie sonst!) nach Norden. Ab hier schwelge ich in Erinnerung an die Radtour mit Holger, denn ich fahre nun auf altbekannten Wegen. Nur in die andere Richtung. Damals bin ich mit Holger von Coburg nach Bozen gefahren. Ich hatte überlegt ob ich den heutigen Abend bei Holger übernachte, aber er ist in Tansania und die Eltern wollte ich nicht so überfallen. In Bad Staffelstein staune ich wieder über die riesige Basilika Vierzehnheiligen auf der östlichen Talseite und das Kloster Banz auf der westlichen. Diese Heiligen Stätten thronen wie Kaiser und König über dem Tal. Sieht ziemlich mächtig aus.
Weiter geht’s in Richtung Kronach. So langsam neigt sich nun die Sonne wieder dem Ende des Tages entgegen. Ich bin also wieder auf Nachtlagersuche, die heute nicht ganz so erfolgreich ist wie sonst. In Redwitz fragte ich einen Bauern ob ich im Heuschober übernachten könnte. Er stand nun vor seinem riesigem Bauernhof und sagte: ne so was gibt’s hier nicht, aber im nächsten Ort finden sie bestimmt einen. Nun ja ich sah eigentlich nicht nach einem Verbrecher aus, aber die Akzeptanz schien anderes zu verlauten. Auf dem Weg zum Nächsten Ort fragte ich einen Radfahrer der in meine Richtung fährt nach einer Möglichkeit. Er sagte: mh, wüsste eigentlich nicht wo hier so was ist, aber das können wir auch anders machen. So nahm mich Volkmar mit nach Hause. Bei der netten Familie angekommen wurde ich beköstigt und umsorgt. Volkmar und Anja sind studierte Dresdner die hier aufgrund von Arbeit nach Küps zogen. Am Abend stand noch volles Programm bevor. Anja betreibt ein kleines Fitnessstudio und hatte an diesem Abend einen Pilates-Kurs. An diesem nahm ich kurzerhand teil. Nach 156 km ein anstrengendes Unterfangen. Die Nacht frisch geduscht in einem Bett zu verbringen ist, wie ich spürte, reiner Luxus. Draußen waren vielleicht minusgrade aber drinnen nun mal nicht. Der einzige Nachteil wie ich empfand.

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