
Seid gegrüßt,
ich habe gestern nun die 20.000 km Marke mit meinem Wheeler erreicht. Somit ist die Wette gewonnen.
Für die, die es nicht mitbekommen haben, hier nochmal die Wett- beschreibung. Anfang Dezember habe ich mal bei einem gemütlichen Abend gesagt, dass ich, wenn ich so weiter radfahre wie zurzeit, die 20.000 bis zum 30.06.2007 (zu dem 6. Jahrestag meines Wheelers) schaffen kann. Darauf zweifelten Olli, Joa und Daniela stark an dieser Leistung. Somit kam es zur Wette. Ich wusste das es schwer wird, aber ich hab nicht mit gesundheitlichen Ausfällen gerechnet. Die Wetteinsätze wurden wiefolgt festgelegt: Wenn ich es nicht schaffe, dann muss ich im rosa Tütü über den Freiberger Obermarkt laufen. Schaffe ich es müssen die Wettgegner mit mir eine 50 km Radtour mit Diamanträdern (Räder ohne Schaltung) machen.
In Ludwigsburg fuhr ich dann ziemlich fleißig Rad so wie ich es zeitlich hinbekam. Aber durch das Praktikum bei Dürr und der Arbeit bei Bikemax war wenig Zeit für Touren. Bei den 100 km pro Woche Alltagsradeln kamen nur wenige Kilometer zusammen. Anfang Januar standen somit erst 13.482 km auf meinem Kilometerkonto. Meine 200 km Tour brachte dann mal eine Steigerung, aber wirklich zufrieden war ich nicht. Erst meine Heimfahrtour im März mit 718 km ließ den Kilometerzähler höher springen. Doch es mussten dann immernoch 4461 km gefahren werden. Meine durch Überlastung und Kälte gereizte Achillessehne stopte mein Vorankommen ersichtlich. 4,5 Wochen verstrichen ohne einen einzigen Kilometer von meinem Schuldenberg abzunehmen. Durch mein locker geplantes Semester konnte ich mich die letzten 8 Wochen fast vollständig dem Radfahren widmen. Dabei legte ich 3689 km zurück. Davon 3165 in den letzten 6 Wochen. Somit ergibt sich ein Wochenschnitt von 527.5 km und ich habe dabei 142 Stunden und 1 Minute auf dem Rad verbracht (ist eigentlich nicht so viel). Pro Woche 23 Stunden ist ja gerade mal ein Tag! Diese Leistung klingt zwar ziemlich krass, ist aber nicht so. Denn ein guter Hobbyrennfahrer fährt gut und gerne so 10000 bis 15000 Kilometer im Jahr.
So hier mal noch ein paar nützliche Daten der letzten 6 interessanten Wochen.
Energieverbrauch: 81176 kcal
Durchschnittswoche: 13529 kcal
Durchschnittstag: 2254 kcal
Maximalwoche: 15260 kcal
Maximaltag: 4280 kcal
Höhenmeter: 17313 m
Durchschnittswoche: 2885.5 m
Durchschnittstag: 480 m
Maximaltag: 1184 m
Nur mal so 81176 kcal entsprechen 811 Bananen, 395 Portionen Spagetthi (bei mir 250g Packung), 298 Hamburger, 196 halbe Breuler oder 65 Pizza.
Bei den Höhenmetern würde es den Besteigungen von Mont Blanc, Matterhorn, Eiger und Grandes Jorasses (Pointe Marguerite) entsprechen.
Zu meinen Touren muss ich noch sagen das ich meist im Muldental unterwegs war. Dort ist es relativ flach (pro Tour ca 500 hm). Denn ich wollte nicht wieder 2 Wochen Pause machen wegen einer Überlastung der Sehne. Die ist nämlich noch nicht ganz ausgeheilt. Deswegen mach ich jetzt erstmal ein paar Wochen Radpause.
Die letzte (gestrige) Tour habe ich aber im Zschopautal gemacht. Am Morgen habe ich Daniela und ihre Freundin zur 2. Handwerklichen Prüfung nach Chemnitz gefahren. Danach fuhr ich nach Erdmannsdorf an der Zschopau. Nachdem das Rad vom Autodach war ging es los immer der Zschopau in Richtung Norden folgend. Es war früh am Tage und das Wetter begrüßte mich mit Sonnenschein.
Ich dachte das es eine schöne lockere letzte Tour mit meinem Wheeler wird, aber es kam anders. Am Anfang fuhr ich so locker dahin, das ich fast die Zeit vergaß. Durch immer öftere Anstiege und Umwege (mal wieder durch die gute Ausschilderung) verlor ich soviel Zeit, das es für mich fast unmöglich war pünktlich Daniela wieder abzuholen. Ab dem Umkehrpunkt nördlich von Waldheim fuhr nur noch im Anschlag um wenigstens die Verspätung zu verkleinern. Selbst Anstiege von bis zu 13 % (wie in Kriebstein) wurden im Anschlag und mit Puls 185 gefahren. Naja deswegen auch die obigen maximalen 4280 kcal. In der Nähe von Flöha wurde es dann spannend. Zuerst sah ich mir die 19.999 und dann die 20.000 km auf meinem Computer mit Genuss an:
Somit ging die Tour mit einer kleinen Verspätung von 15 Minuten und 115 km zu Ende.
Hier noch ein aufgenommenes Video von der Tour
Zur Erinnerung, mein Wheeler bei der letzten Tour:
Das ganze hatte nun auch einen Sinn. Nach 6 jahren mit dem guten Ross muss es einem Stabileren weichen, denn ich hab dem guten mit so manch schweren Gepäck ein bisschen zuviel zugemutet. Ist eben doch nur ein Mountainbike und kein Reiserad. Das Koga ist zwar noch nicht da, aber wurde heute im Bikemax abgeschickt (zum 2. mal). Das Wheeler wird dann auf seinen Ursprung zurückgeführt (alle Teile abgebaut) und an meiner “Wall of Fame” gehängt. Die Laufräder, Gepäckträger, Lowrider und Schutzbleche kommen dann an das Koga. Alle anderen Teile landen in der Ersatzteilekiste. Somit besteht dann mein Rennstall aus dem Koga, Benotto und dem Poison (welches noch nicht fertig ist).
Hier nochmal die Bilder vom Koga und Benotto:
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Und hier mein zukünftiges Mountainbike ( Poison Zyankali):
Also so weit der Stand bei mir, wann der Wetteinsatz gelöst wird weis ich noch nicht muss ich mit den 3 Gegnern klären. Wenn es so weit ist gibts Bericht.
Ist heute ein bisschen viel, musste aber gesagt werden.
Schönes WE noch.
Chris
Persönlichen Gruß an die 3