Von Schnee, Brüchen, Katern, Witwen und warmen Nächten

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In der letzten Woche haben wir ein paar schöne Tage im Montafon im Vorarlberg verbracht. Nicht nur Sonnenschein und traumhafte Pisten liessen uns den Winter geniessen.
Mit einem Meter Neuschnee am Dienstag hat aber keiner gerechnet. Im expeditionsartigen Wetter ging es mit Sichtweite unter 50m auf das Hochjoch. Doch mit fahren war nicht all zu viel. Auf der unbekannten Piste war eher Tiefschneewaten statt Powdersurfen angesagt. Mit dem Raceboard macht es nicht viel Sinn durch Tiefschnee zu fahren. Das Waten war aber auch sehr anstrengend. Der Schnee peitschte ins Gesicht, die Brille beschlagen vor innerer Wärme, Schnee bis zu dem Bauch und das Board immer vor sich herschiebend ging es Schritt um Schritt voran. Dann mal wieder ein Stück fahren bis man zum Stillstand ausgebremst wurde.
Die anderen Tage dagegen waren traumhaft. Nach dem reichlichen Schneefall war am darauffolgenden Tag nichts mehr von Wolken zu sehen. Gute Fernsicht, Sonne aber auch unpräparierte Pisten konnten nun genossen werden. Doch mit der Freude war es bald vorbei weil bei mir die Plattenbindung am Board brach. Ein Ausleihboard brachte aber nur sehr geringe Abhilfe, denn in den weichen Boots bekam ich unausstehliche Fußkrämpfe. Am Abend dann die vorläufige Rettung. Ich kaufte die einzigste Plattenbindung im ganzen Montafon. (kann ich überhaupt nicht nachvollziehen das die Raceboards nicht gefahren werden). Doch am nächsten Tag nach ein paar 1000 hm Abfahrt mit der neuen Bindung brach auch diese. (wahrscheinlich lag sie schon ein Jahrzehnt im Schaufenster).
Somit musste ich halbherzig am letzten Tag auf meine Ski umsteigen.
Sonst wurde der Ski- bzw. Boardalltag von Ganzkörpermuskelkater, heißen Witwen auf der Hütte (warmer Pflaumenlikör) und natürlich leckeren Speißen begleitet.
Ein Highlight war noch die Übernachtung auf dem Balkon mit meinem Winterschlafsack bei -16°C. Ich sach nur: „ä Traum“.
Anbei noch ein kleiner Zeitraffer eines Sonnenuntergangs.
winterzeitraffer.swf