Main (Mein) Radweg

Also nun nach langer Zeit endlich mal wieder ein bisschen Action, denn nach ein paar Monaten Arbeitsalltag wie im obigen Artikel beschrieben, haben wir uns eine Woche Urlaub verdient.
Diesmal ging es nicht wie gewohnt, tausende Kilometer von daheim entfernt, sondern mal in das nahe gelegene Franken.
In diesem schönen Landstrich machten wir (Daniela und ich) uns auf um den Mainradweg von Bamberg aus flussabwärts zu erkunden. Unser Ziel lag diesmal nicht in rekordverdächtigen Touren oder bei extremer Kälte und Witterungsbedingungen im Freien zu nächtigen. Nein, einfach entspannen und die fränkische Natur und Kultur genießen.
In Bamberg starteten wir bei strahlendem Sonnenschein mit unserem Radgepäck (wie Weltumradler) und machten uns mit dem Gefühl des Leicht-Dahingleitens vertraut. Doch in den folgenden Tagen wird dieses Gefühl durch die Ungewohntheit dieser Fortbewegung etwas abgestumpft.
In Sand am Main erreichten wir nach 30facher Kilometerarbeit (Am Tag der Arbeit) einen gemütlichen, leeren und auch günstigen Campingplatz. Nach dem Lageraufbau und der Einrichtung des Innenraumes wurden wir von unseren Nachbarn zur Nutzung des Elektrogrills eingeladen. Den Abend konnten wir mit der amüsanten Unterhaltung mit den Nachbarn ausklingen lassen.
Am nebligen Morgen packten wir unsere sieben Sachen und fuhren erstmal zum nächsten Frühstücksplatz. Die Sonne hatte mittlerweile sämtliche Nebelschwaden verstrahlt, da fuhren wir auch schon in Richtung Schweinfurth. Als erstes Besichtigten wir den kleinen Fachwerkort Zeil am Main, der sich mit dem Sonnenschein von seiner besten Seite zeigte. Trotz leichtem Gegenwind kamen wir erstaunlich gut vorran. Kleine Einkäufe erledigten wir in Haßfurt sowie auf dem Markt in Schweinfurt.
Am Nachmittag musste ich leider mit aller Macht gegen mehrere Bienen kämpfen wobei diese mit höheren Verlusten das Schlachtfeld räumten und ich dagegen nur leicht verletzt davonkam. Aber immerhin sieht man das Einhorn noch heute.
Am Abend klapperten wir mehrere Campingplätze ab doch diese wurden von Campingwagen sowie Mobilen dermaßen belagert das wir immer hofften der nächste wäre etwas leerer. In Nordheim wurden wir fündig. Direkt am Main eingequetscht zwischen Ufer und Wohnwagen fanden wir ein Platz. Nach dem obligatorischen Besuch der Sanitäranlagen und em Abendbrot machten wir noch einen Spaziergang durch die Weinberge und genossen die Aussicht.
Nach dem Aufstehen machten wir unser Frühstück am Bootsteg und verpackten unsere Sachen und fuhren mit der Mainfähre ans andere Ufer.
Auf einer dieser Mainfähren erlebten wir ein kleines lustiges Ereignis was weitererzählt werden sollte. Wir standen auf der Mainfähre, vor uns mehrere Radfahrer und ganz vorne in der ersten Reihe ein kleiner blauer Motorroller und eine tiefschwarze