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Jomolungma Blog

Themen aus Natursport, Technik und der Welt

PC-Gehäuse

Ich hab mir aus kreativen, innovativen und energetischen Gründen ein PC-Gehäuse selbst gebaut. Da mein Lieblingswerkstoff Holz ist, hab ich diesen dazu verwendet. Buche-Leimholz, Sperrholz aus dem Baumarkt, ein bischen Mahagoni und Birnenfunier sowie Möbelverbinder und Schrauben waren dazu nötig.
Das innovative bzw. energiesparende daran ist, das die Wärme der CPU direkt nach aussen geführt wird. D.h. der Kühlkörper des Prozessors befindet sich draussen. Mittels Phaseplanes (Heatpipes) wird die Wärme von der CPU an den Kühlkörper transportiert. Diese Phasplanes sind in einer Kupferfassung ( die ich mit Hilfe der Universitätswerkstatt angefertigt habe) auf dem CPU bzw. Fuß des Kühlers befestigt.
heat.png
Man sieht ich habe das Motherboard auf dem Boden des Gehäuses befestigt, somit war es für mich leichter den Wärmetransport zu realisieren. Mein Netzteil ist ebenfalls Passiv gekühlt und hat einen eigenen, aussen liegenden Kühlkörper. Die Festplatten sind in sogenannten silent Cases, die die Geräusche der Festplatte dämmen und über Kühlrippen die Wärme abführen. Um die Luft, die trotzdem durch andere Bauteile des PC ( Nord- und Southbridge u.a.) erwärmt wird, abzuführen verwende ich zwei 12cm große Papst-Lüfter. Einen zum ansaugen der frischen Luft und einen zum abführen der erwärmten. Das System funktioniert sehr gut, denn meine CPU-Temperatur steigt nicht über 45° im Hochsommer. Im Durchschnitt liegt sie bei 38 °.
Soweit so gut. Hier noch die Fotostrecke:
Gesamtansicht mit Frontklappe für CD-Laufwerke und Kartenleser

Ein/Aus Schalter (hinterleuchtet) bzw. links unten hinter der kleinen Klappe Resettaster, USB-Anschluss sowie Festplatten-LED

Seitenansicht mit Tür und integrierten Lüftungsschlitzen

Seitenansicht mit Externen Kühlkörper und extern gekühltes Netzteil sowie alle Anschlüsse

Lüftungsschlitze mit einem der beiden Papst-Lüfter

Blick ins Innere Chaos. Mit Kabelordnung hab ich es nicht so ;)

Kühlkörper im Detail. Besteht aus 12 Heatpipes und daran befestigte Alulamellen sowie einen Kupfergrundkörper.

Blick ins Innere. Hier sieht man den Anschluss der Phaseplane (Alu) mit dem Kühlgrundkörper mittels meiner Kupferpassung.

Blick in Innere. Hier ist die Befestigung der Phaseplane mit der CPU mittels meiner 2. Kupferpassung dargestellt.

Blick von oben hinein. Man sieht das Netztei, die CD-Lauwerke und nochmal den Kühlegrundkörper an der Phaseplane. Es ist auch nch genügend Raum für ander tolle sachen vorhanden.

Gesamtansicht . Hier sind die beiden Festplatten in ihren “Kühlboxen” zu sehen

-> Heatpipes sind in Metallen (meist Kupfer oder Alu) eingefasste Kapilarröhren. In denen findet der Kapilareffekt satt. D.h. wenn es auf einer Seite der Heatpipe warm (heiß) wird, kondensiert das in den Kapilaren befindliche Wasser (wenig) und “wandert” an das andere Ende. Auf dem Weg dorthin kühlt sich der Wasserdampf ab und gibt die Wärme an die Aussenwände ab. D.h. es kondensiert an diesen Wänden und fliesst wieder zurück. Die Wärme wird damit sehr schnell (wesentlich schneller als in purem Kupfer) an das andere Ende transportiert.

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